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Das heißt: Mit einer Wahrscheinlichkeit von 1.19% wird ein
Laplace-Würfel irrtümlicherweise für einen gefälschten Würfel
gehalten. Diese Fehlerwahrscheinlichkeit ist also vertretbar
klein.
Den Fehler 2. Art zu berechnen ist schwierig, weil man die
Wahrscheinlichkeit p für eine Sechs nicht kennt. Nehmen wir an, der
Würfel sei gefälscht und es gelte p({6}) = 0.2. Dann gilt:
Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik! Fehler 2. Art =: Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik!
Es ist offensichtlich, daß der Fehler 1. Art klein wird, wenn k
größer gewählt wird. Der Fehler 2.Art jedoch kann prinzipiell nicht
durch k kontrolliert werden, da die Wahrscheinlichkeit für die Sechs
bei einem gefälschten Würfel nicht bekannt ist.
Man muß deshalb die Entscheidungsregel abändern:
X X > k Nur wenn die Versuchsreihe mehr als k Sechsen ergeben hat, (Man
sagt dann: "Der Test zeigt ein signifikantes
Ergebnis.") kann man also eine praktisch brauchbare
Schlußfolgerung aus dem Test ziehen: Es handelt sich mit einem
möglichen Fehler von 1.19% um einen gefälschten Würfel. Im anderen
Fall ist keine Aussage möglich (Häufig findet man jedoch auch die
irrige Meinung, der Test habe gezeigt, daß der Würfel nicht
gefälscht sei.).
Bei der praktischen Planung eines Tests gibt man häufig eine
obere Schranke α, etwa α=5% für den Fehler 1.Art vor, und bestimmt dann
die kleinste Zahl k, für die der Fehler 1.Art höchstens gleich α ist:
Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik! Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik! Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik! Ergeben sich bei dem Versuch also mehr als 23 Sechsen, so kann
man auf dem Signifikanzniveau 5% (mit einer Sicherheit von
mindestens 95%) sagen, daß der Würfel gefälscht ist. Andere
Versuchsergebnisse bezeichnet man als nicht signifikant (auf dem
Niveau von 5%) und es ist keine Schlußfolgerung möglich.
Dieser Test heißt einseitig, weil der
Ablehnungsbereich [k+1, k+2, .... 100] nur auf einer Seite
des Erwartungswertes von X liegt. Man wählte hier diesen Test
deshalb, weil von vornherein vermutet wurde, daß die Sechs zu häufig
auftrat. Hätte man nur vermutet, daß die Wahrscheinlichkeit für eine
Sechs von 1/6 verschieden ist, so hätte man einen Ablehnungsbereich
wählen müssen, der auf beiden Seiten des Erwartungswertes von X
gelegen ist.
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