Title:

Testen von Hypothesen - eine Anwendung der Binomia

Home
deutsch
  
ISBN: B0000BR9MX   ISBN: B0000BR9MX   ISBN: B0000BR9MX   ISBN: B0000BR9MX 
 
|<< First     < Previous     Index     Next >     Last >>|
  Wir empfehlen:       
 

 

II. Zweiseitiger Test einer Hypothese


Von einem Würfel wird vermutet, daß er die Sechs mit einer Wahrscheinlichkeit liefert, die nicht gleich 1/6 ist, wie es bei einem Laplace-Würfel zu erwarten wäre. Es soll ein Test entworfen werden, um die Hypothese, es handele sich um einen Laplace-Würfel, zu untersuchen.

Es wird wieder geplant, den Würfel n=100 mal zu werfen und dabei die Zufallsvariable X=Anzahl der aufgetretenen Sechsen zu betrachten.

Sei H0: "Es handelt sich um einen Laplace-Würfel." (p({6})=1/6) die Nullhypothese.
Sei H1: "Es handelt sich um keinen Laplace-Würfel." (p({6})1/6) die Gegenhypothese.

Da hier, anders als im vorangegangen Beispiel, auch bedacht werden muß, daß der Würfel vielleicht zu selten eine Sechs produziert, muß der Ablehnungsbereich der Nullhypothese auf beiden Seiten des Erwartungswertes für X eines Laplace-Würfels gelegen sein (zweiseitiger Test). Das heißt, wenn entweder sehr wenige oder sehr viele Sechsen auftreten, werden wir die Nullhypothese verwerfen.

Der Ablehnungsbereich ist also von der Form: [0,1,...kl] [kr, kr+1,...100]. Bei der Planung des Tests gibt man sich wieder eine obere Schranke α (z.B. α = 5%) für den Fehler 1. Art α` an. Es soll also gelten:
5% =
Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik!
.

Es gibt nun viele Möglichkeiten, kl und kr so zu wählen, daß diese Bedingung erfüllt ist: Wenn die linke Teilmenge klein gehalten wird (kl klein), dann kann man die rechte Teilmenge etwas größer wählen (kr klein) oder umgekehrt. Man würde jedoch nur dann diese beiden Teilmengen unsymmetrisch wählen, wenn man a priori schon eine Vermutung über die Art der Fälschung des Würfels hat. Wenn man glaubt, daß der Würfel eher zu häufig als zu selten die Sechs liefert, dann sollte man die rechte Teilmenge des Ablehnungsbereiches größer und die linke kleiner wählen. Das bedeutet, daß die linke Teilmenge leer sein sollte, wenn man annimmt, es komme nur in Frage, daß der Würfel entweder echt sei oder er zu viele Sechsen produziere. Dann handelt es sich wieder um den vorher diskutierten einseitigen Test.

Ist a priori keine Information über die mögliche Art der Fälschung des Würfels vorhanden, so wählt man kl und kr symmetrisch. Das heißt: Die Ungleichungen

2.5% =
Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik!
sollten erfüllt sein.

Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik!
Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik!

Der Ablehnungsbereich für die Nullhypothese lautet jetzt [0,1,..9] [25, 26,.. 100]. Erhält man also bei 100 Würfen eine Anzahl von Sechsen, die in diese Menge fällt, so kann man bei einer Sicherheit von 95% behaupten, der Würfel sei gefälscht.


  
Grundkurs in Statistik. Bd. 1 (Unbekannter Einband)
von Lassar Gamaliel Gotkin,
Leo S. Goldstein
Sonstige Artikel:
Elemente der Mathematik - Ausgabe 1999 für die Sekundarstufe II: Elemente der Mathematik. Stochastik Leistungskurs. Schülerband. Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein (Gebundene Ausgabe)
von Heinz Griesel,
Helmut Postel,
Friedrich Suhr
On the Edge: The Spectacular Rise and Fall of Commodore (Gebundene Ausgabe)
von Brian Bagnall
Zeitgeist
von Smashing Pumpkins
 
    
     
|<< First     < Previous     Index     Next >     Last >>| 

Back to the topic site:
StudyPaper.com/Startseite/Wissenschaft/Naturwissenschaften/Mathematik

External Links to this site are permitted without prior consent.
   
  Home  |  deutsch  |  Set bookmark  |  Send a friend a link  |  Copyright ©  |  Impressum