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H0 wird nicht abgelehnt. H0 ist wieder die Nullhypothese:
"Es handelt sich um einen Laplace-Würfel." Nun muss der Kommissar
entscheiden, welchen Wert er für k nehmen soll. Bei einem
Laplace-Würfel wäre zu erwarten , dass etwa 8 Sechsen bei 50 Würfen
erscheinen. Wenn er also für k den Wert 4 einsetzt, so wird es bei
einem ungefälschten Würfel nur selten passieren, dass so wenige
Sechsen erscheinen und er deshalb fälschlicherweise für einen
gefälschten Würfel gehalten wird. Der Fehler erster Art α ist also klein:
Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik! . Selbst wenn also alle zwanzig eingesetzten Würfel echt sind, wird er nur etwa einen oder zwei davon (6.43% von 20) nach seinem Test für unecht halten. Die Gefahr sich in der Öffentlichkeit durch vorschnelle, letztlich ungerechtfertigte, vorläufige Festnahmen zu diskreditieren ist bei dieser Wahl von k für den Kommissar also vertretbar klein. Der Preis für diese Sicherheit ist jedoch ein großer Fehler zweiter Art: Nehmen wir an, 10 der im Spielkasino eingesetzten Würfel seien so gefälscht, dass sie die Sechs nur mit einer Wahrscheinlichkeit 1/10 zeigen. Dann gilt β= Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik! =56.88%. Der Kommissar muss damit rechnen, dass etwa 5 oder 6 (56.88% von 10) der tatsächlich gefälschten Würfel bei dieser Wahl k=4 von seinem Test nicht entdeckt werden. Wären die Würfel nicht ganz so stark gefälscht (Wahrscheinlichkeit für eine Sechs = 1/8), dann sähe die Bilanz für den Kommissar noch schlechter aus: Dann entkämen 76.54% also etwa 7 oder 8 der angenommenen 10 gefälschten Würfel unerkannt. Um den Wert von k festzulegen, muss der Kommissar also zuerst
entscheiden, ob es ihm wichtiger ist, möglichst keinen
Kasinoangestellten zu unrecht zu verdächtigen, dann muss er für k
einen kleinen Wert wählen; viele Gauner werden ihm so jedoch
entwischen. Oder möchte er möglichst viele Ganoven entlarven, dann
wird er für k größere Werte einsetzen. Viele Unschuldige werden dann
jedoch auch verdächtigt. Da der Fehler zweiter Art prinzipiell
unkontrollierbar ist, setzt sich der Kommissar also eine
obere Schranke für den Fehler erster Art gemäß
seiner Testabsichten und bestimmt dann den dazu gehörigen
größtmöglichen Wert für k: Als Beispiel gehen wir von 15% als obere
Schranke für den Fehler erster Art aus. 15%
Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik! Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik! k = 5. Im Fall b) X ≥ k H0 wird abgelehnt ( = H1 wird akzeptiert.) X < k H0 wird nicht abgelehnt, Originaldokument enthält an dieser Stelle eine Grafik! Þ k = 12. Die Entscheidungsregel lautet dann:
X £ kl
Ú kr £ X H0 wird abgelehnt ( = H1 wird akzeptiert.) kl < X < kr
H0 wird nicht abgelehnt, 7.5% ≥ k1 = 4, und 7.5% kr = 13. Durch einen Vergleich mit dem Ergebnis im Fall a) bzw. im Fall
b) erkennt man hier sogar mathematische Gründe dafür, dass die
Ermittlungen in einer Spielhölle um so erfolgreicher sind, je mehr
zutreffendes Vorwissen über die Art der Fälschung
(Wahrscheinlichkeit der Sechs ist erhöht oder erniedrigt) vorhanden
ist. |
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